Konzept/Performance: Yvonne Hardt; Dramaturgie: Anna Wagner
Mi 3.10. Oktober // 20.00 Uhr // Brotfabrik

Wo bleiben Bewegungen, wenn ihre Tänzer nicht mehr anwesend sind?
Fotos von springenden Frauen, rhythmische Bewegungsgefüge, dazwischen Demonstrationen einer zeitgenössischen Tänzerin mit ihren Trainingsvorlieben. TR_C_NG (2007) ist eine Tanzperformance, die sich performativ mit der Frage nach der Inszenierung von Geschichte und Rekonstruktion von Tanz auseinandersetzt. Wie und mit welchen Bewegungen und Medien, mit welchen Geschichten und Rahmungen beschwören wir das herauf, was bereits vergangen ist. Unweigerlich geraten hier Fragen nach den Spuren und Medien des Erinnerns, nach der Übersetzung, Rahmung und Narration in den Mittelpunkt. Nicht nur die Beschaffenheit der Spuren, die der Tanz in unterschiedlichen Medien hinterlässt, sondern auch die Lücken, Auslassungen und Unzu¬länglichkeiten, die durch die Vergäng¬lichkeit von Bewegungen entstehen werden zum kreativen Material der Bewegungsfindung und Erzählung.
Wo verläuft hier die Grenze zwischen Rekonstruktion und Imagination? Und was passiert, wenn aus dem Trio ein Solo wird? Oder gab es dies je?
In dieser bewegten und reflektierten Performance wird Yvonne Hardt der nun doppelten Abwesenheit – von Stück und dem in ihm reproduzierten Tanzgeschichten – nachgehen und die Zuschauer ein wenig rätseln lassen, wo hier die Grenzen zwischen Kunst und Wissenschaft, zwischen Fiktion und Realität sind.

Yvonne Hardt ist seit Sommer 2009 Professorin für angewandte Tanzwissenschaft und Choreografie am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und lehrt unter anderem: Tanzgeschichte, Methoden der Tanzwissenschaft, Aufführungs- und Bewegungsanalyse, choreografische Verfahren und Improvisation. In ihrer Arbeit als Tänzerin und Choreografin verbindet Yvonne Hardt wissenschaftliche Forschung, künstlerische Praxis und interdisziplinäre Reflexionen.
Eine Produktion von Yvonne Hardt & BodyAttacksWord in Kooperation mit dem DOCK 11 Berlin mit freundlicher Unterstützung der Tanzfabrik Berlin
Gefördert durch: Mittel des HauptstadtkulturfondsKooperation: In Zusammenarbeit mit dem Dock 11 und freundlicher Unterstützung der Tanzfabrik Berlin
die bühne in der
brotfabrik
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die bühne in der brotfabrik
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