
Choreografie: Cristian Duarte, Rafaële Giovanola // Tanz: Dennis Alamanos, Fa-Hsuan Chen, Álvaro Esteban, Tanja Marín Friðjónsdóttir, Werner Nigg, Susanne Schneider // Musik: Jörg Ritzenhoff // Ausstattung: Kristelle Paré // Lichtgestaltung: Marc Brodeur // Dramaturgie: Rainald Endraß
Drei Monate vor der Premiere öffnet CocoonDance die Türen und gibt Einblicke in den Entstehungsprozess der neuesten Produktion. Der Mythos von Orpheus ist der bevorzugte Gegenstand, an dem Künstler aller Sparten die Bedingungen und den Charakter der Kunst, Macht und Ohnmacht von Kunst- Praktiken reflektieren. Verkürzt ausgedrückt behandelt der Orpheus-Mythos eine Schwellenerfahrung, insbesondere jener Teil, der die Rückholung Eurydikes aus dem Reich der Toten erzählt. Der Stoff thematisiert so auch die Bewegung selbst. Im Zentrum steht die Tanzfigur der (Um-)Wendung – die verbotene (Blick-) Berührung, was sich auch als eine Allegorie von Choreografie lesen ließe. Zunächst jedoch gibt der Stoff Cristian Duarte und Rafaële Giovanola nicht viel weniger vor, als einen zu reflektierenden Raum der künstlerischen Begegnung, einen einzigartigen radikalen Erfahrungs- und Experimentierraum zwischen Leben, Tod und Kunst.
Eine Kooperation mit Cristian Duarte in Koproduktion mit Théâtre du Crochetan Monthey (CH), theaterimballsaal Bonn (D), LOTE São Paulo (BR). Gefördert durch: Kunststiftung NRW, Ministerium für Familie,Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Bundesstadt Bonn, Théâtre-ProVS,, Le Conseil de la Culture Etat du Valais, La Loterie Romande, LOTE (São Paulo)